#1

Sitzecke

in Mystic Grill 13.09.2012 22:06
von Blood Brothers | 154 Beiträge

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#2

RE: Sitzecke

in Mystic Grill 02.04.2013 16:58
von Tyron Rashel | 116 Beiträge


Nachdem ich auch den Rest des Tages lediglich damit verbracht hatte auf der Couch zu hängen, entschied ich mich schließlich doch dafür ne Runde nach draußen zu gehen und auf einen Drink im Mystik Grill vorbeizusehen. Vermutlich würde ich die selben Gesichter antreffen, wie jedes Mal, aber auch das war mir egal. Hauptsache Alkohol und vielleicht ne Frau, die nicht tausend Fragen stellte. Gott, wie ich es hasste. Das Wetter sah nicht sehr vielversprechend aus, sodass ich meine Lederjacke überzog und den Kragen zurechtzog, ehe er endlich richtig saß. Zufrieden zwinkerte ich meinem äußerst attraktiven Spiegelbild zu, ehe ich die Tür hinter mir zuschlug und in Richtung Innenstadt lief. Nur gut, dass meine Wohnung nicht weit weg davon lag, denn so konnte ich mir das Autofahren sparen und trinken bis ich umfiel. Da ich sehr geübt darin war, würde das wohl nie passieren. Meine irischen Wurzeln sah man mir nicht direkt an, aber spätestens an meiner Trinkfestigkeit von Whiskey würde man auf die Vermutung kommen. Erst zwei Tage meines Urlaubs waren verstrichen und ich langweilte mich schon fast zu Tode. Wieso hatte ich mich doch gleich so darauf gefreut? Gut, ich würde jetzt noc 12 Tage lang Stacy nicht sehen müssen, die mir am Arsch klebte, wie ein scheiß Kaugummi. Diese Frau war das beste Beispiel dafür, wieso ich Beziehungen so hasste. Immerhin drei Mal hatte ich es versucht und erfolglos aufgegeben. Wieso also nicht ein bisschen hier und ein bisschen da naschen? Schlecht wurde einem davon ja nicht.

Die feinen Regentropfen, die auf mich niederprasselten, ließen mich angewidert nach oben sehen und mir mit der flachen Hand die Stirn entlangwischen. Vielleicht hätte ich mich doch nach Miami versetzen lassen sollen. Leider hing ich zu sehr an dieser scheiß Gegend und das alles nur, weil mein Bruder hier gestorben war. Erst zwei Jahre war es inzwischen her und vor zwei Jahren fing ich wohl an so zu werden. Mir war vieles ziemlich egal. Gefühle anderer berücksichtigen-pff! Auf mich achtete schließlich auch niemand. In meinem Beruf als Immobilienmarkler spielte ich die Rolle des perfekten, freundlichen Verkäufers, der diese Stadt liebte. Ich hätte wohl eher Schauspieler werden sollen, wenn man mal bedachte, was für eine reife Leistung das eigentlich war. Bereits von weitem war ersichtlich, dass der Mystik Grill überfüllt sein musste und ein leiser Seufzer entwich meinen Lippen. Konnte dieser drecks' Schuppen nicht mal ein bisschen leerer sein? Nicht, dass ich was gegen andere Leute hatte, aber darunter befanden sich nun mal oft komische Gestalten. Man wurde das Gefühl ohnehin nicht los, dass hier einige nicht ganz sauber tickten. Meine Mundwinkel zuckten, als ich eintrat und mir gleiche eine Augenweide versuchte schöne Augen zu machen. "Hey.", grüßte ich sie unbekannterweise und zwinkerte lässig, ehe ich mich an einen der Tische setzte und auf ne Bedienung hoffte. Die Bar war mir zu voll, es würde mich schon jemand bemerken. Während ich so da saß, ließ ich den Blick durch die Gegend schweifen und entdeckte eine Brünette, die wirkte als wüsste sie, was sie wollte. Der Gedanke daran, dass sicher bereits fünf andere ihr Glück versuchten, ließ mein Interesse gleich wieder abschwächen. Ich stand nicht so auf Konkurrenzkämpfe auch wenn ich sicher gewinnen würde.





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#3

RE: Sitzecke

in Mystic Grill 02.04.2013 17:36
von Selene Mikaelson (gelöscht)
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Die neuen Erkenntnisse über meine Familie lies mich erschaudern. Ich konnte es nicht fassen, was war nur aus meiner Familie geworden? Es schien mir ast schon Glück gewesen zu sein das ich sie 600 Jahre lang nicht gesehen hatte. einzig und alleine Kol schien vernünftig geblieben zu sein. Mit ihm zusammen musste ich mir etwas ausdenken wie wir Silas stoppen konnten. Er hatte Recht jeder hatte Schwächen bei uns war es der Weiseichendolch und bei ihm gab es mit Sicherheit auch etwas man musste nur schauen und prüfen was es eben war.
Ich unterhielt mich noch eine Weile mit Kol und fragte mich was ich den Restlichen so eigentlich gut angefangenem Abend noch machen sollte. Einige Whiskey hatten ihren Weg meinen Rachen entlang gefunden. Klar war es nicht das was ich gewohnt war aber naja man konnte eben nicht alles haben. Wenn ich mal wieder Lust auf einen richtig guten Tropfen hatte musste ich einfach nur zurück zu meinem Haus in Schottland fliegen und dann dort genießen was der Keller so her gab.
Kol war nun mit guten vorsätzen gegangen und ich sah mich weiter um als mir in einer Ecke ein ; ja für mich war es so, junger Mann sah. Im Gegensatz zu Kol hatte ich heute meine Mahlzeit schon und somit war ich jetzt ert einmal nicht darauf aus einen netten Snack zu suchen.

Ich stand auf und ging mit der Flasche Whiskey natürlich nur mit dem besten den der Grill zu bieten hatte zu dem Mann. Mittlerweile hatte dieser auch schon seinen Drink und ich roch bereits den Inhalt seines Glases. Ich blieb vor ihm stehen und lächelte ihm charmant zu.

"Haben sie etwas dagegen wenn ich mich zu ihnen setzte? ich habe auch etwas zu trinken dabei!"

Meinte ich zu ihm und wartete dann auf eine Antwort .

zuletzt bearbeitet 02.04.2013 17:39 | nach oben springen

#4

RE: Sitzecke

in Mystic Grill 02.04.2013 17:49
von Tyron Rashel | 116 Beiträge

Genießerisch roch ich an meinem Drink, der mir tatsächlich nach einer Viertelstunde gebracht wurde. Abwertend hob ich den Blick an und blickte in die grünen Augen der Bedienung, die mich zuckersüß angrinste. - Denkste. Frauen wie diese juckten mich nicht die Bohne. "Ich weiß ja, dass es voll ist, aber ich denke man muss Prioritäten setzen. Meinen Drink hätte ich sicher schon eher bekommen können, hättest Du es besser aufgeteilt. Aber egal jetzt." Mit einer abwertenden Handbewegung veranlasste ich sie dazu - wohl fassungslos - zu verschwinden. Ich und mein Drink waren nun also allein. Naja fast, wenn man von den fünfzig anderen Personen absah, die insgesamt eine ganz schöne Lautstärke draufhatten. Seufzend schwenkte ich die bräunliche Flüssigkeit ein wenig im Glas und sah noch nicht einmal auf, als die Brünette von der Bar auf mich zukam. Woran ich das erkannte? Ihre Beine..-
"Tu' was Du nicht lassen kannst" , kam es mir über die Lippen und erst als sie platzgenommen hatten sah ich auf. Ich hatte es nicht sonderlich mit Höflichkeit, sodass ich auch einfach auf das Siezen verzichtete. Woher sollte ich denn auch wissen, dass sie vielleicht gut erzogen war oder sonst was? Zudem ging ich abends schließlich nicht weg, um jemanden genauer kennen zu lernen. Stille. Was erzählte man so ner Braut denn jetzt? Sie wollte sicher über die neuste Kollektion von Gucci reden oder so, aber da war sie bei mir an der falschen Adresse. Wie sollte ich auch ahnen, dass ich sie völlig falsch einschätzte. Zugegeben, sie sah von nahem noch besser aus, als von weiter weg. Eine Eigenschaft, die ihr Pluspunkte einbrachte, denn das schafften die wenigsten Frauen. Meist war das genaue Gegenteil der Fall.

"Also, was gibts? Wieso treibst Du dich in so ner schäbbigen Bar rum?"





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#5

RE: Sitzecke

in Mystic Grill 02.04.2013 18:10
von Selene Mikaelson (gelöscht)
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Ohja da steckte er mich doch wirklich in eine falsche Kiste. Ich war zwar eine Frau doch die Mode der heutigen Zeit interessierte mich nicht sonderlich. Ich wandelte schon 1000 Jahre auf dieser Erde ; naja fast wenn man mal die 300 Jahre Kiste abzog. In dieser Zeit lernte man das nichts schneller Vergangenheit war als die Mode zu der Zeit in der man sich gerade befand. Klar man musste ja mit der Mode gehen doch darauf nahm ich keine Rücksicht. Ich bevorzugte es in meinem keinen Häuschen schön Abgelegen von der Außenwelt zu leben und da interessierte es keinen was ich oder was ich nicht an hatte. Dieses Denken würde sich auch nicht ändern nur weil ich jetzt in MF gelandet war, nein nie im Leben. ^^ Ich war gespannt was dieser Abend noch so für mich bereit stellte denn noch hatte keine Lust für mir irgendwo eine Herberge zu suchen. Zur Not schlief ich eben in einem Hotel das hatte schließlich immer auf.
Als der junge Mann mich nun naja sagen wir mal respektlos meinte das ich machen könne was ich wollte grinste ich nur.

"Wenn ich machen könnte was ich wollte wäre ich bestimmt nicht mehr hier !"

gab ich feixend von mir uns setzte mich dann zu ihm hin. Ohh er schien start Schwierigkeiten zu haben denn eine Zeitlang war einfach nur NICHTS zu hören außer die restlichen Gäste, wären diese noch ruhig gewesen hätte ich bestimmt auch hören können wie sein Hirn arbeitete um die passenden Worte zu finden. In dieser Zeit trank ich hier und da einmal von meinem Drink und sah auch hier und da mal zu ihm rüber. Bis, ja bis er das Wort ergriff. Ich hätte ihm ja die Frage mit einer Gegenfrage beantworten können aber ich lies dies mal lieber sein. Ich wollte ihn ja nicht gleich verschrecken nachdem er so mühsam nach den richtigen Worten gesucht hatte. Ein lächeln huschte über mein Gesicht und ich schank mein Glas noch einmal nach.

"Nun was ich hier mache? hm.. gute Fragen ich weis es selber nicht es war einfach die erste Anlaufstelle nach meiner Ankunft! Und was machst du hier? außer Whiskey trinken?"

fragte ich noch nach und nippte noch mal an dem Glas.

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#6

RE: Sitzecke

in Mystic Grill 02.04.2013 18:30
von Tyron Rashel | 116 Beiträge

"Wo wärst Du denn sonst?", setzte ich gleich nochmal an und gespielt interessiert hob ich eine Braue an, während ich das Glas bereits wieder zum Mund führte und einen ordentlichen Schluck nahm. An das Brennen in der Kehle gewöhnte ich mich langsam und ein Kribbeln durchfuhr meinen Körper. Ein angenehmer Nebeneffekt vom Whiskey. Er begann meinen kalten Körper zu wärmen. Kaum hatte ich die Frage ausgesprochen, musterte ich eine vorbeigehende Blondine, die es offenbar verstand mit ihren Reizen zu spielen. Elegant schritt sie mit ihren High Heels vorbei und bewegte ihre Hüften im Takt. Klack, klack..klack. Sie beanspruchte meine ganze Aufmerksamkeit und ich ließ es mir nicht nehmen einen Pfiff auszustoßen, woraufhin sie sich umdrehte und mir einen Handkuss zuwarf. Zwinkernd biss ich mir auf die Unterlippe und ließ sie weitergehen. Erst als sie völlig aus meinem Sichtfeld verschwunden war, wandte ich mich der Brünetten wieder zu, deren Namen ich bisher nicht einmal kannte.

"Ja, ich trinke Whiskey das hast Du gut erkannt. Es gibt hier ja sonst nicht viel besseres, außerdem habe ich gehofft, dass ich eine Willenlose Frau finde, die ich später vögeln kann." Ich versteckte meine Direktheit nicht und zuckte mit den Schultern. "Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich was finden werde." fügte ich selbstbewusst hinzu und platzierte das beinahe leere Glas wieder auf dem Tisch. Wieder trat diese Stille ein und langsam wurde mir das Gespräch zu anstrengend. Stand auf meiner Stirn irgendwie Alleinunterhalter? Es gab wohl einfach Leute, mit denen man nicht auf einer Wellenlänge lag. Schöne Frauen waren nicht immer gleich interessant. Gelangweilt begann ich das Glas umherzudrehen und erneut schweifte mein Blick ab. Es würde wohl nicht mehr lange dauern, bis ich mir ein Opfer für diese Nacht heraussuchte.





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#7

RE: Sitzecke

in Mystic Grill 02.04.2013 18:55
von Selene Mikaelson (gelöscht)
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Nun zu fremden war ich nicht sonderlich gesprächig meine Erfahrung zeigte mit einfach immer das gegenteil, immer wenn ich zu offen war musste ich danach immer wieder meine Kräfte beanspruchen und sie eben manipulieren oder auch hier und einmal ganz ausschalten. Nunja aber der nette junge -Mann hier mir gegenüber sprach das richtige an und somit war ein unkomplizierter Gesprächstoff vorhanden.

"wo ich mich sonst immer rum treibe? Ich habe ein kleines Häuschen in Schottland und hier und da bin ich auch mal in Irland gewesen. Ich bin nur hier um meine Familie zu besuchen also nichts super interessantes!"

meinte ich mit einem Lächeln. Ach die grünen Wiesen und mein Keller fehlten mir schon hier und da und fast schon bereute ich es das ich von dort weg gegangen bin um nun eben zu erfahren das die halbe Familie ausgelöscht oder völlig Irre war. phuu ja meine Familie hatte immer wieder überraschungen am Start und sei es nur das mein geliebter Bruder Tot sein sollte und nun wieder unter uns weilte.

"Also wenn du den Whiskey schon gut findest solltest du mich mal bei mir zuhause besuchen kommen! da lagern ein Paar wunderbare Fässer im Keller die um vielfaches besser sind wie das hier! Der den ich zuhause habe ist gut 15 Jahre alt und darf sich zu 100 % Whiskey nennen!"

Ja ich machte keinen Hehl daraus das ich das Gesöff das sie hier Whiskey nannten nicht wirklich gut befand. Woher nun diese Stille immer wieder herkam wusste ich selber nicht. Als er nun der jungen blonden hinterher pfiff und mich nebenbei gesagt links liegen lies trieb mir ein süffisantes lächeln ins Gesicht. Ok er stand auf Blondinen zumindest auf solche die wussten wie sie mit ihrem Arsch wackeln konnten. Ach mir war es relativ egal ich stritt mich mit keiner um einen Mann und somit machte es mir wenig aus.

"Ich sehe schon die Rute wurde schon ausgeworfen und wenn du weiter so pfeift dann bekommst du entweder Kleingeld hingeworfen oder bekommst wirklich noch eine ab!"

Ja so war ich eben Keck und frech zugleich.
"Also sollte ich dich bei deinem Versuch stören kann ich ja auch gehen! oder wir beide machen das beste aus dem angefangenem Abend!"

hm schlecht sah er ja nun nicht aus und meine güte was mein Bruder konnte, konnte ich schon lange.

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#8

RE: Sitzecke

in Mystic Grill 02.04.2013 19:13
von Tyron Rashel | 116 Beiträge

"Schottland, hm? So, so. Da war ich schon einige Male. Der Whiskey kann sich sehen lassen." Natürlich kannte ich als Ire jegliche Sorten des edlen Tropfens, sodass man mir da nichts vormachen konnte. Hier schmeckte der Bourbon zwar nicht sonderlich gut, aber war es mir lieber, als so ein billiges Gesöff aus dem Supermarkt. Ich hegte noch immer die Hoffnung, dass dieser Abend einen interessanten Lauf nehmen würde, auch wenn das Gespräch zwischen mir und der Brünetten bisher nicht sonderlich gut verlief. Abwarten.
"Willst Du mich etwa mit Whiskey nach Schottland locken? Mh..im Ansatz gar nicht schlecht dein Plan, aber ich fürchte, dass wir da nicht auf einen Nenner kommen. Schottland ist mir nun doch ein bisschen zu weit für nen Absacker.", zwinkernd lehnte ich mich zurück und ließ auch den letzten Schluck meine Kehle hinabrinnen, ehe ich das Glas geräuschvoll zurück auf den massiven Holztisch stellte.

Skeptisch hob ich eine Augenbrauen und kniff die Augen zusammen, um ihr zu verdeutlichen, dass ich ihren Spruch nicht sonderlich amüsant fand. Ich wusste schon, wie ich Frauen zu beeindrucken hatte. Nur weil das bei ihr offenbar nicht anzukommen schien, hieß das noch längst nicht, dass es andere nicht mochten. So sehr ich ihr Angebot auch zu schätzen wusste, war die Luft für mich heute wohl raus. "Ich schätze, dass ich mir jetzt die Blonde schnappe und ihr gebe, was sie braucht." Gestikulierend deutete ich den 'I'm watching you Blick an'. "Man hat es in ihren Augen gesehen. Also, machs gut." Natürlich legte ich noch Geld auf den Tisch, bevor ich mich in Richtung meines Zielobjektes aufmachte und tatsächlich bekam, wonach ich verlangte. Keine zehn Minuten später verließen Clarissé und ich den Mystik Grill mit Aussicht auf eine heiße Nacht.





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#9

RE: Sitzecke

in Mystic Grill 03.04.2013 20:45
von Alex Thatcher (gelöscht)
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Alexander drückte die Zigarette an der Hauswand des Pubs aus und sah die leer gefegte dunkle Straße hinunter. Von drinnen hörte man angeheiterte Jugendliche, die sich dem Anschein nach durch billigen Alkohol versuchten gegenseitig zu übertrumpfen. Alexander rollte mit den Augen. Er konnte nicht nachvollziehen wie man diesen kleinen Jungen so etwas in einem örtlichen Pub überhaupt zumuten konnte. Sie waren alle noch jung. Sie hätten sich alle wunderbar auf ihr Leben konzentrieren können. Grinsend und sich selbst über die Ironie seiner Gedanken bewusst, betrat der Chameur das kleine stinkende Restaurant und trat durch die schwere Birkentür. Der Fremde wurde von alten Stammtischlern kritisch beäugt, während er mit gerümpfter Nase durch das Lokal geradewegs auf die Bar zu lief. "Einen Martini bitte. Geschüttelt. Nicht gerührt." Allein durch seine markante Art in der er hier als Fremder auftrat, in seinem übermäßig geschäftlichem Anzug, machte er sich keine Freunde.

Der Barkeeper konnte nicht anders und auch er besah sich Alexander genauer ehe er mit einem leichten Schulternzucken ein Glas heraus zog und dem Gast das gewünschte Getränk zubereitete. Sich mit dem Ellenbogen auf der Theke abstützend besah sich Alexander die Gäste, die stetig aus und ein kamen und das Pub anscheinend als zweites Zuhause ansahen. "Diese Stadt ist wirklich erbärmlich.." murmelnd sprach Alexander diesen Satz aus, noch nicht ahnend wie sehr er später einmal an dieser Stadt hängen würde. Mit einem dumpfen Schlag auf die Theke wurde er aus seinen Gedanken gerissen. Nickend bedankte er sich bei dem Bediensteten hinter der Theke und nahm einen Schluck seines Martinis. Sobald der Alkohol in gewagten Schlücken seinen Rachen hinunter floß, verlor Alexander sich erneut in einer tiefen Gedankenwelt. Mit leerem Blick sah er sich in der Bar um. Doch etwas helles, etwas blitzendes erweckte seine Aufmerksamkeit. Verwirrt starrte Alexander zu dem Ursprung des Lichtes. Breit grinsend musste er feststellen, dass das Blondinchen am anderen Ende der Bar geradewegs diejenige war, welche er nur 18 Stunden zuvor aus seiner Koje geschmissen hatte aufgrund eines neuen Mordes. Wie hieß sie noch gleich? Selina? Alexander nahm einen letzten großen Schluck, warf dem Barkeeper einen 5er hin und nahm Angriff auf den Tisch der Blondine.

Lässig sah er zu ihr hinunter und blieb neben ihr stehen. "Netter Ring. Gestern steckte der aber noch nicht an deinem Finger." brummend grinste er zu ihr hinunter. Wie konnte ihm am gestrigen Abend trotz des hohen Alkoholspiegels nur der Ring nicht auffallen? Das hätte die ganze Situation nur noch aufregender gemacht. Mit einem leichten Schmunzeln auf den Lippen nahm der Schönling ohne Aufforderung vor der Blondine platzt und lehnte sich entspannt in seinen Stuhl zurück. "Sag mir Selina. Wo ist er? Wird er mir eine ins Gesicht schlagen wenn er mich hier so sitzen sieht? Oder würde er dich eher anfangen zu schlagen, wenn ich ihm verraten würde dass du gestern Nacht euer Ehegelöbnis gebrochen hast?" Amüsiert fuhr sich der Schönling durch den Dreitagebart und zupfte sein Shirt zurecht. Die Bedienung trat an ihren Tisch heran und fragte nach ob alles ok sei. Alexander bestellte voreilig zwei weitere Martini. "Du trinkst doch Martini, oder?" Charmant lächelte er zu ihr hinüber. Seine Augen blitzen leicht während er die wahre Schönheit musterte. Und zwar nicht zu wenig.

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#10

RE: Sitzecke

in Mystic Grill 03.04.2013 22:01
von Selina Ledoux (gelöscht)
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Die ersten dichten Wolken bahnten sich ihren Weg am abendlichen Himmel empor, kündigten die bevorstehende Nacht an und drohten mit den ersten Regentropfen an, das diese Nacht ungemütlicher werden würde als die letzte und die Bewohner die sich immer noch auf den Straßen herumtrieben, früher oder später die Flucht in die warmen Häuser ergreifen sollten. Anders als die Bewohner von Mystic Falls, die sich bei diesem Wetter vor ihren Kaminen und Heizungen verkrochen und den Abend mit ihrem Partner genossen, verließ Selina um diese später Uhrzeit erneut das kleine Stadthäuschen das sie seit einigen Wochen mit ihrem Mann bewohnte, und hoffte in der Stadt ihren Schuldgefühlen aus dem Weg gehen zu können, die ihr in ihren eigenen vier Wänden nur um so schwerer am Herzen lasteten. Unbewusst strich sich die Ledoux das goldene Haar aus dem Gesicht ehe sie die Kapuze ihres Mantels aufsetzte um Schutz vor den ersten Regentropfen zu suchen während sie ohne das sie es mitbekam das nächstbeste Haus ansteuerte das ihr zu ihrer Rettung in den Sinn kam – Der Grill. Ein sanftes Lächeln umspielte die Lippen Selinas während sie gen Himmel sah und die kalten Regentropfen auf ihrer viel zu erhitzen Haut vernahm, ohne wie sonst davor zurück zu schrecken das sie ihr Aussehen ruinieren könnten. Ein leises Schnurren entwich ihrer Kehle während sie die Augen schloss und sich einen winzigen Moment der Ruhe genehmigte, sich darin sonnte und für einige Sekunden einfach alles um sich herum zu vergessen wagte, was in ihrem hübschen Köpfchen vor sich ging. Keine Gefahr, keine Schuldgefühle und keine Bilder der letzten Nacht existierte in diesem Moment für sie, kein verärgerter Mann dem sie früher oder später beichten musste was geschen war, kein Streit der unweigerlich wegen ihrem Fehltritt bevor stehen könnte, obgleich sie den Fehler eigentlich noch verhindert hatte und keine leise Stimme in ihrem Hinterkopf die ihr zuflüsterte...das sie es letztendlich genossen hatte.

Schnell schüttelte sie den vorwurfsvollen Gedanken ab, der sie die Ehe kosten könnte, bevor sie die schweren Türen des Grills öffnete und durch den kleinen Spalt in die Wärme des Pubs schlüpfte der sich ihr bot. Ohne einen Deut auf die Blicke der angsteinflößenden Besucher zu geben, die ihr nur umso klarer machten das eine Frau wie sie hier nichts zu suchen hatte außer die hatte etwas zu verbergen, ließ sie den Blick ihrer tiefblauen Augen durch das kleine Lokal wandern bevor sie sich einen Tisch weit hinten, weit weg von all den anderen Besuchern und vor allem geschützt vor ihren Blicken aussuchte und gefolgt von dem Klackern ihrer hochhackigen Schuhen über das Holzpaket der Bar an eben diesem die Ruhe zu finden hoffte, die sie seit Stunden suchte...Die Sekunden vergingen, wurden zu Minuten und Stunden während die Blondine in ihr mittlerweile leeres Cocktailglas sah und unbewusst mit dem silbernem Ring an ihrem Finger spielte, der ihr seit der vergangenen Nacht nur umso schwerer vorkam als an dem Tag, an dem sie ihn das erste Mal voller Stolz tragen durfte. Was seit dem passiert war, das sie sich auf einen Fremden und seine Versprechen einließ ohne auch nur noch einmal mit der Wimper zu zucken, wusste Selina selbst nicht oder jedoch sie wusste es, ohne es sich selbst eingestehen zu wollen.

Erst die Dunkle Stimme des Teufels der sie mit seinen Versprechungen, die letzte Nacht zur Versuchung getrieben hatte, riss die junge Frau aus ihren Gedanken und ließen sie von dem Glas aufsehen, das seit Minuten ihre Aufmerksamkeit gefesselt hatte. Mit Sicherheit trug der Teufel der vergangenen Nacht einen Namen,...doch hatte ihn Selina einfach vergessen. Unsicher was er überhaupt noch von ihr wollte, strich sich die Blondine das Haar aus dem Gesicht ehe sie mit einem bitterem Lächeln auf den sinnlichen Lippen zu ihm hinauf sah und beinahe schuldbewusst die Schultern zuckte. „Hatte ich nicht? Ich war mir eigentlich ziemlich sicher das ich ihn niemals abnehmen würde...“ wisperte sie mit noch bitterem Tonfall ehe sie den Fremden noch einmal musterte und dabei versuchte, jegliche Gedanken und Bilder die vor ihrem inneren Auge erschienen, zu ignorieren. Überrascht das er die Dreistigkeit besaß sich nach allem was geschehen war einfach an ihren Tisch zu setzten und noch überraschter, das er im Vergleich zu ihr noch ihren Namen kannte, weitere die Schönheit die tiefblauen Augen ehe sie ihn aus eben diesen misstrauisch musterte und seinen Worten lauschte, mit denen er ihre missliche Lage nur noch mehr ins Lächerliche zog...oder reizte ihn dieses Spiel nur noch mehr? „Wissen sie....A...Alfred? Ich weiß nicht für wen sie sich halten, aber was mich angeht, so ist letzte Nacht nichts passiert weswegen ich mich vor meinem Mann schuldig bekennen müsste. Allerdings weiß ich nicht wie er auf ihre Dreistigkeit reagiert, sobald er zurück kommt und sie hier sitzen sieht. Das ist dann aber ihr Problem!“ erklärte die Blondine mit leicht gereiztem Unterton in der Stimme derweil sie den Fremden unauffällig musterte und sich einredete, das er gleich verschwinden würde. Ihm würde das Spiel langweilig werden, vielleicht würde er auch Angst bei dem Gedanken empfinden das ihr Ehemann gleich zurück kommen könnte....doch belehrte sie das Funkeln in seinen Augen und die Bestellung eines weiteren Martinis eines besseren. „Nach gestern Nacht sollte ich auf diese Frage vermutlich mit Nein antworten..also was wollen sie?!“

zuletzt bearbeitet 03.04.2013 22:10 | nach oben springen

#11

RE: Sitzecke

in Mystic Grill 07.04.2013 20:44
von Alex Thatcher (gelöscht)
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Stirnrunzelnd nahm Alexander Platz. Natürlich konnte er die abweisende Reaktion der Blondine spüren und so war es ihm auch nicht vergönnt barsche Worte und Blicke zu kassieren. Amüsiert musterte er sie weiterhin und erfreute sich an ihrer etwas arroganten Art. Besser hätte es für den Schönling wohl nicht kommen können. Eine vergebene Blondine die ihren Ehering für ihn abgelegt hätte und jegliche Bürden und Lasten die mit diesem einzelnen Ring kamen über den Haufen geworfen nur für eine Nacht mit ihm. Nicht schlecht Thatcher. Nicht schlecht. lobte sich Alexander selbst. Seine Fragen schienen die goldene Schönheit zu verwirren. Und genau darauf zielte er ab. Es gab nicht viele Dinge an denen sich Alex in letzter Zeit erfreuen konnte. Warum dann also nicht das Unbehagen einer seiner Mädels, die er zufällig auf frischer Tat ertappt hatte. Nicht dass er etwas dagegen hätte wenn er sich in diesem Fall selbst als Opfer zählen müsste. Er würde ihre bösen Taten herzlich Willkommen heißen und nur zu liebst ihren Komplizen spielen. "Alfred?!" mtit gerümpfter Nase lehnte er sich nach vorne und sah mit verschränkten Händen auf den billigen Holztisch. Alexander fing sich nach wenigen Sekunden wieder und sah erhobenen Hauptes zu seiner kleinen Eisprinzessin hinüber. "Nun..." seine rauen Worte gingen in der Lautstärke der restlichen Gäste grundlos verloren. Seine Lederjacke gab quietschende Geräusche von sich als er sich mit äußerst langsam jedoch bestimmten Bewegungen leicht zu ihr hinüber beugte. "Süße lass dir was gesagt sein..."

Keine Frau konnte seinem Hugo Boss Parfum widerstehen. Und so war es auch hier wieder der Fall, dass er mit seinem intensiven Geruch die Frau in den Grund drängte. Forschend begann sie an seinen Lippen zu hängen wie die rollige Katze einem Kater. Gierig betrachtete er jegliche Mimiken der Schönheit und achtete genau darauf, wie sie auf seinen plötzlichen Angriff reagierte. "Dein Mann wird sicherlich hocherfreut sein wenn ich ihm verrate, wie du gestern an meinen Lippen gehangen hast. Wie erregt du warst als ich dir mit meinen Händen unters Kleid griff." Alexanders Lippen blieben leicht geöffnet während seine Augen am Hals der Blondine hinunter fuhren und sie intensiv auskundschaftete nur um erneut ihren Geschmack auf der Zunge spüren zu können. "Wie peinlich berührt du warst als ich dich schon unterwegs zu meinem Zimmer fast zu einem baldigen Höhepunkt gebracht habe." Als hätte er Salz in die Wunde gestreut, zuckte Alexander leicht zusammen und sah mit verkniffenen Augen zu Selina hinauf in ihr wunderschönes Gesicht.

Nur noch wenige Millimeter trennten die beiden voneinander. Schamlos nutzte er diese Situation aus und beugte sich komplett zu ihr hinüber, sodass seine Lippen vorsichtig ihre linke Ohrmuschel strichen. "Wie deutlich deine Kratzspuren noch immer auf meinem Rücken zu finden sind." Das war zuviel für die Gute. Alexander hatte sofort eine Sitzen. Schmunzlend beugte er sich wieder zurück und besah sich Selina mit selbstgefälligem Grinsen. Seine Wange schwoll rot an, doch das interessierte ihn nicht. Er war gedanklich schon längst mit dieser Schönheit verschwunden um schmutzige Dinge mit ihr zu treiben von denen sie nicht einmal mehr träumen könnte. Selbst wenn sie gewollt hätte. Amüsiert lehnte sich der Schönling in seinen Stuhl zurück und fuhr sich durch das lockige mittellange Haar. "Ich weiß nicht Selina. Was sollte ich denn wollen? Sicherlich will ich nicht ihre Ehe zerstören..." schmunzelnd nahm er wieder eine etwas steifere Haltung ein. "Apropos Ehe. Wie läuft es denn so mit ihrem Angebeteten? Erfüllt er Ihnen jeden Wunsch? Kann er Ihnen das geben...was andere Ihnen vielleicht viel eher geben können? Achja!" sarkastisch riss er die Augen theatralisch weit auf und sah die Blondine bestürzt an. "Sie wissen ja gar nicht was Sie verpassen sonst wären Sie ja sicherlich schon längst über alle Berge. Mit Mir."

Alexander hatte es auf den Punkt gebracht. Darauf musste er erst einmal Einen trinken. Und wie gewünscht erschienen auch schon die Martinis, die er zuvor bestellt hatte. Zuerst nahm der Schönling die Gläser dankend in Empfang ehe er verwirrt in das Glas blickte. "Madame?" Die Bedienung, jung, frisch, kaugummikauend, sah zu ihm hinunter. "Das ist zwar Martini. Aber er ist gerührt. Nicht geschüttelt. Noch einmal 2 Martinis. Geschüttelt. Nicht gerührt." Und somit nahm die Bedienung die Gläser wieder mit und Alexander bekam erneut die Chance weiter auf sein Opfer einzuhacken.

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#12

RE: Sitzecke

in Mystic Grill 07.04.2013 22:47
von Selina Ledoux (gelöscht)
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Starr vor Unsicherheit was der Fremde mit seinem Erscheinen und dem offensichtlichen Bleiben beabsichtigte und mit einem misstrauischen Funkeln in den Augen blieb die Ledoux vor ihrem vermeintlichen Liebhaber der vergangenen Nacht sitzen ohne Chancen darauf sich erneut vor ihm davon zu stehlen. Alles an ihm strahlte den Wunsch aus, ihr unter die Nase zu reiben was sie getan hatte während er sich scheinbar amüsiert ihrer annahm und seinen Blick unverschämt über ihren Körper wandern ließ. Ausgeschlossen das sie noch einmal auf diesen Kerl hineinfallen würde!„Etwa nicht? Ich war mir sicher es war etwas mit A...scheint einfach nicht wichtig genug gewesen zu sein, Verzeihen sie“ wisperte sie nur leise ohne zu wissen ob vor Zorn oder Todessehnsucht, was ihre Ehe anging. Erneut erhoben die Schuldgefühle ihre kalten Klauen darauf ihren Körper an sich zu nehmen, während sie panisch überlegte wie sie sich am geschicktesten aus dieser misslichen Lage befreien und zurück nach Hause zu ihrem Ehemann kehren konnte, ohne noch mehr aufsehen zu erregen und auf diesen Mann einzugehen als eh schon. Er durfte ihr nicht erneut den Abend ruinieren, nicht wenn sie es verhindern konnte. Sobald das leise Quietschen seiner Lederjacke und seine raue Stimme die unangenehme Stille zwischen ihnen brach, wanderten die wachsamen Augen der Blondine erneut hinauf zu dem Fremden und beobachteten misstrauisch was er vor hatte während sie beinahe gebannt seinen Worten lauschte.

Unsicher biss sich die Blondine auf die Unterlippe wobei sie all die Emotionen aus ihrem Gesicht verbannte, sie hinter einer Mauer der Gleichgültigkeit versteckte und zu ihm hinauf sah um ihm nicht erneut einen solchen Schlag zu erlauben, mit dem er sie erneut in der schlimmsten Art und Weise an ihren Fehltritt erinnerte. Die gleichgültige und belustigte Fassade die er an den Tag legte derweil er sie mit den Bildern der gemeinsamen Stunden aufzog und vorführte, stand ihm dabei ebenso perfekt, wie das blasierte Grinsen das er zuvor zur Schau gestellt hatte und machte es der Schönen nur umso schwerer, die Nerven zu behalten. „Mein Mann wird sicher hocherfreut sein, wenn er Dir für deine unverschämten Worte eine verpassen darf. Schließlich zählt in einer Ehe Ehrlichkeit und Vertrauen, und auch wenn ich diesen Gelöbnissen dank dem Alkohol letzte Nacht nicht die größte Ehre bewiesen habe, so vertraut mir mein Mann wenn ich ihm sage, das Du dir das alles ausdenkst und es nicht der Wahrheit entspricht...das tut es schließlich auch nicht!“ fauchte Selina mit leicht gereizter Stimme, obgleich auch sie die Augen vor dem offensichtlichem nicht verschließen konnte. Alles was er beschrieben hatte, war mehr oder weniger die Wahrheit und trieb der Blondinen schon bei den Erinnerungen einen leichten Rotschimmer ins Gesicht, wodurch die sonst so hohen Wangenknochen nicht mehr so hart wirkten wie sonst.

Unschlüssig biss sich Selina erneut auf die Unterlippe als sie sich der unverschämten Nähe des Fremden bewusst wurde, der diese immer dreister ausnutzte und ihr mit seinen Lippen einen Schauer über den Körper jagte, den sie nicht verbannen konnte. Erneut riss sie die blauen Augen leicht auf, als sie seinen Worten lauschte und sich der Erinnerung schlagartig wieder gegenüber sah. Seine über den Muskeln angespannte Haut unter ihren Fingerspitzen, seine brennenden Lippen auf ihrem Körper und das Verlangen mit dem sie sich an seinen Körper geschmiegt und festgekrallt hatte, um lautlos nach immer mehr zu verlangen. Augenblicklich schloss Selina die Augen, verbannte die Erinnerungen und aufflammende Lust und atmete tief ein und aus, bevor sie ohne zu überlegen die Hand vorschnellen ließ um ihm eine schallende Ohrfeige zu verpassen. Erleichtert das er sich wenigstens davon abbringen ließ, weiter zu machen womit er begonnen hatte, strich sie sich das lange Blonde Haar zurück und raufte sich dabei leicht frustriert das Haar. Das amüsierte Lächeln auf seinen beinahe perfekten Lippen, die lässige Haltung und seine arroganten Worte verrieten ihr schnell, das er ihr die Freiheit ihn nur noch von hinten zu sehen, vorzugsweise wie er dabei durch die Tür des Grills in die stürmische Nacht verschwand und nie wieder zurück kam, leider nicht gewähren würde. Er wollte spielen, sie für etwas bestrafen obwohl sie keineswegs wusste wieso. Auch sie legte ein kühles Lächeln dieser Art auf die Lippen, veränderte ihre bisher unsichere Körperhaltung um ihm die Stirn bieten zu können und jonglierte mit ihren Emotionen um nicht erneut so leicht auf den Fremden hereinzufallen, wie sie es zuvor getan hatte. Ob es ihr gefiel oder nicht, in diesem Spiel war nicht sie der Spielmacher, sie war das hilflose Opfer.

„So willst du nicht? Dann lassen wir das Thema doch einfach fallen und sprechen es nie wieder an...“ begann sie mit scharfem Ton bevor sie zu der Kellnerin aufsah, die die Martinis brachte und Selina damit wenigstens für einige Minuten die Ablenkung bescherrte für sie sie seit Anfang dieses Gesprächs innerlich gebetet hatte. „Warten sie!“ sprach sie schnell, bevor die Kellnerin wieder verschwinden konnte und brachte sie dazu sich wieder an ihren Tisch zu gesellen. „Wenn er sie nicht will, nehme ich sie mit größtem Vergnügen...“ Ehe sie ihren Satz beendet hatte, stellte die Kellnerin mit einem dankbarem Lächeln die Martinis vor ihr ab und verschwand um auch den Wunsch des Thatchers zu erfüllen. Ehe sie sich seinen weiteren Fragen stellte, nippte Selina an dem ersten Martini und trank ihn bis auf den Grund aus bevor sie sich den Rest von den Lippen leckte und ihn mit aufflammenden Zorn in den Augen ansah. „Auch wenn es Dich bei weitem nichts angeht, es läuft ganz wunderbar. Einfach alles an ihm ist perfekt...“ begann sie mit leicht sarkastischem Unterton bevor sie den Kopf schüttelte und sich an den zweiten Drink machte. „Aber..wie recht Du doch hast, ich weiß nicht was ich verpasse und ich bin nach diesem Gespräch auch keineswegs mehr scharf darauf. Dennoch...“ Zaghaft war nun sie diejenige die sich vor lehnte und dem Fremden dabei näher kam, ohne sich von dem betörenden Duft erneut um den Finger wickeln zu lassen. Beinahe flüchtig strichen ihre Lippen über seinen Hals, fuhren die empfindliche Stelle zu seinem Ohr hinauf bevor sie frech in sein Ohrläppchen biss. „...wirst du nun auch niemals erfahren, was du verpasst und das ist bei weitem schlimmer, glaube mir. Du hast mich verschmäht und auch wenn du es nicht zugibst, nargt das an Dir, vorallem jetzt wo dich meine Ehe nur noch mehr reizt“ schnurrte sie verführerisch bevor sie sich komplett von ihm lossagte und dem zweiten Drink an die Lippen führte um im nächsten Moment ihren Mantel zu nehmen, das Geld für die Drinks auf den Tisch zu legen und sich zu erheben. „Wenn das dann alles war Alex...“

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#13

RE: Sitzecke

in Mystic Grill 08.04.2013 11:48
von Alex Thatcher (gelöscht)
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Alexander entging es nicht, dass sich die Schönheit mehrere Male dazu gezwungen sah sich auf die Unterlippe zu beißen. Sie schien es als Verhaltensmuster zu handhaben und zielte damit sicherlich keine gewisse Reaktion bei ihm ab. Doch genau das tat sie. Mit forschenden Blicken blieb Alex immer wieder an ihren vollen Lippen hängen. Sie bettelten geradezu danach von ihm liebkost zu werden. Ihre Augen funkelten den Schönling wütend an doch ihre Lippen verrieten ihm ganz andere Dinge.. Schmunzelnd lauschte er den forschen Worten der Blondine. "Wissen sie Miss... ich bin jedoch ein Gentleman und es interessiert mich zutiefst wie es den Frauen auf dieser Erde geht. Ich bin mir sicher wir finden auch für ihr Problem eine angenehme Lösung." Amüsiert begann er breit zu lächeln und hatte eine genaue Vorstellung davon wie diese 'angenehme Lösung' auszusehen hatte. Mit leicht entsetztem Gesichtsausdruck musste der Agent zusehen wie Selina die Kellnerin erneut herbestellte und ihr die 'versauten' Drinks abnahm, um sie sich alleine einzuschütten. Mit gequälter Miene sah er ihr dabei zu, wie sie das erste Glas ansetzte und den Inhalt mit einem Schluck zwischen ihren wunderschönen Lippen verschwinden ließ.

Er rechnete damit, dass sie nun auch noch gleich das zweite Glas hinterher kippen würde doch das tat sie nicht. Ruckartig hatten sich Alexander's Fingernägel im Holz des Tisches vergraben. Eine Duftwolke aus Lipgloss und Alkohol zog sich in seine Nase als Selina mit lockender Geste mit dem Mund an seinem Hals entlang fuhr. Alexander schloss für einige Momente die Augen. Das Flüstern ihrerseits verwandelte sich in seinen Ohren zu den schönsten Melodien die es auf dieser dreckigen Welt gab. Ihr Duft - ob nun durch einen versauten Martini getränkt oder nicht - gab Alexander das Gefühl komplett zu sein. Doch dieser Moment verging auch wieder schnell. Mit angespanntem Kiefer sah er Selina dabei zu wie sie sich wieder zurückbeugte und erneut mit theatralischer Miene sich verführerisch auf die Lippe biss nur um dem Lüstling erneut aufzuzeigen welch ein Narr er war und wer hier eigentlich die Hosen anhatte. Noch immer geschockt von Selina's verlockender Tat sah er mit weiten Augen zu ihr hinauf, als sie ihren Mantel nahm, Geld auf den Tisch legte, um dann in hohem Bogen aus der Bar zu verschwinden. Es dauerte noch einige Sekunden bis Alexander wieder in der Realität angekommen war. Ruckartig riss er sich vom Stuhl hoch und sah Selina mit glühenden Augen hinterher. Ihr Mantel umfing die langen grazilen Beine, das blonde Haar schaffte ein wenig Frische in das stinkende Pub. Und dann war sie auch schon durch die Tür verschwunden. Rasch hatte Alexander seine zwei bestellten Martinis bezahlt ohne darauf zu warten, dass sie ihm gebracht wurden. Die Bedienung schrie ihm noch einmal hinterher doch da hatte er schon bereits das Pub verlassen und die Jagd auf die Blondine erneut aufgenommen. Wie ein Psychopath hörte er Selina immer wieder seinen Namen sagen. Alex,..das..das war es dann wohl..Wenn das dann alles war Alex...

Alexander rannte quer über die Straße, dem Mädchen hinterher das ihn soeben vollkommen aus dem Rhythmus gebracht hatte. Dabei achtete er natürlich nicht mehr darauf, was hinter ihm im Grill passierte. "Hey! Selina!" brüllte er der Blondine hinterher die soeben um eine Ecke bog. "Selina!" endlich drehte sie sich herum, schien jedoch nicht sehr erfreut zu sein dass er ihr gefolgt war. Schnaufend, jedoch nicht das Lächeln verlierend, trat er zu ihr heran und holte sie schließlich ein. Das Lächeln verwandelte sich zu einem breiten Grinsen und die Brust des Schönlings bewegte sich mit enormer Schnelligkeit. Er war eindeutig aus der Übung. "Es tut mir Leid aber ich habe eine kleine Bitte an dich." Alexander sah sie lächelnd an ehe er fortfuhr. "Darf ich dich eine Minute lang anstarren? Ich will mich in meinen Träumen an dich erinnern." grinsend wich Alexander einer möglichen zweiten Schelle aus und tollte vergnügt auf der leer gefegten Straße herum ehe er die Hände in den Lederjackentaschen versinken ließ und dem strammen Schritt der Blondine folgte. "Hey komm schon! Ich weiß der war ziemlich schlecht aber habe ich nicht noch eine zweite Chance verdient?" Alexander traf auf eine harte Eisschicht der Ignoranz. Augen rollend versuchte er es weiterhin und begutachtete den hektischen Gang der Schönheit. "Komm schon!" Nichts geschah. "Selina! Wollen wir das jetzt echt durchziehen bis wir bei dir sind? Wenn ich bis dahin hinter dir herlaufe, behältst du mich dann wenigstens?" grinsend versuchte der Schönling seine Mundwinkel unten zu behalten, was ihm leider deutlich missglückte. Nach mehreren Metern ohne jegliche Rückmeldung oder Regung von Selina reichte es dem Lüstling.

Innerhalb weniger Sekunden hatte er sie überholt und schnitt ihr den Weg ab. Überfallend legte er seine Hände an ihre Wangen und zwang sie ihn anzublicken. "Ignoriere mich nicht Sweetie." brummend sah er hinunter zu ihren Lippen. "Was gestern geschehen ist tut mir Leid. Ich wollte nicht gehen aber ich musste. In eurer Stadt liegen viele Leichen herum die nur darauf warten von mir untersucht zu werden. Also komm schon hör auf mir böse zu sein. Und außerdem.." angezogen von ihren Lippen strich er mit dem Daumen sanft über die ausgeprägten Rundungen ihrer Lippen. Ihm blieb kurzzeitig der Atem weg. "...werden wir es beide bereuen wenn sich jetzt einfach unsere Wege trennen würden.." Die Dunkelheit der Nacht umfing die beiden und Alexander konnte nicht anders als sich leicht vorzubeugen und seine markanten Lippen liebevoll auf Selina's zu drücken. Egal wie sie darauf reagieren würde. Es fühlte sich bekannt und erwünscht an. So als hätten die beiden ihr Leben lang nichts anderes getan. "Wow.." flüsternd löste er sich wieder von ihr und trat einen Schritt zurück um sich erneut eine Ohrfeige einzufangen.

___________________
i've should have known better but she took my selfcontrol. .. you can take my heart like a criminal!

zuletzt bearbeitet 08.04.2013 12:00 | nach oben springen


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