#1

Waldrand

in Wald 31.03.2013 11:13
von Blood Brothers | 154 Beiträge
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#2

RE: Waldrand

in Wald 09.04.2013 22:54
von Alex Thatcher (gelöscht)
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Alexander irrte wie ein Verrückter durch die Nacht. Die Sicht wurde ihm genommen. Dunkelheit umfing ihn. Lethargisch blickte er gen Himmel, stolperte über den eiskalten Waldboden. Schlick spritzte an den Hosenbeinen des Opfers hinauf. Das Blut schoss ihm rasant durch die Adern. Was nicht gerade zu seinem Vorteil hin geschah. Denn immernoch floss die rote Suppe aus seinem Hals. An beiden Seiten hatte ihn die Schwarzhaarige gekostet. Mit jedem Milliliter Blut verlor Alexander an Selbstkontrolle. Die Pupillen wurden von der Iris dominiert. Verdrehte Augen, unkontrollierte hilflose Griffe nach Ästen, Sträuchern , irgendwelchen naturgegebenen Möglichkeiten sicheren Halt zu finden. Er wäre am liebsten angehalten und hätte sich in das nasse Moos gelegt. Doch eine innere Stimme trieb ihn immer wieder dazu an weiter zu rennen und verbot ihm sich auszuruhen und in Ruhe zu sterben.

Flüsternd sprachen die Tiere der Nacht zu ihm. Liebkosten ihn würdevoll mit ihren neugierigen Blicken. Sahen ihm dabei zu wie sein Schritt immer langsamer wurde und der geschundene Schönling schlussendlich zu Boden stürzte und sich atemlos ins weiche Moos krallte. Tränen der Angst liefen ihm an den bleichen Wangen hinunter. "Hi...Hil......" prustend atmete er den Waldstaub ein und versuchte sich durch gekonnte Krabbelbewegungen wie man sie in der Army erlente, fortzubewegen. Sein gesamter Körper war geschunden durch Risse, kleine Wunden, Dornen. Kraftlos klappte Alexander schließlich zusammen und aus seinen Muskeln schwand die Kraft. Mit einem allerletzten tiefen Schrei machte Alexander auf sich aufmerksam.

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#3

RE: Waldrand

in Wald 09.04.2013 23:13
von Jessica Drave | 44 Beiträge

http://www.youtube.com/watch?feature=endscreen&v=6NuSms_GtoY&NR=1

Der Schönheit schien die Nacht zu gehören und sie blieb dabei unentdeckt. Ihre Highheels waren auf dem matschigen Boden des Waldes nicht zu hören, ebenso wenig erkannte man ihr Erscheinen durch das Krachen der Äste auf denen sie lief. Wie eine Raubkatze streifte sie durch das Unterholz und versuchte all ihren Wut und Hass unter Kontrolle zu bekommen. Nicht nur die Tatsache das irgendeine Göre glaubte, sie könnte hier aufkreuzen und ihr den Titel wegschnappen, nun wurde ihr .. bester Freund, ihr einziger Freund, auch noch von einem Werwolf gebissen. Egal ob sie sterben würde oder nicht, doch bekam die Schöne auch nur den Namen des Wolfes zu hören, würde sie sich auf die Suche nach ihm begeben und ihm das Herz rausreißen. Nicht, dass Jess besonders viel Wert darauf legte einen Freund im Leben zu haben, doch Dex hatte sie zum lachen gebracht und sie so akzeptiert wie jeder Andere sie verabscheute. Nicht einmal als es zu Regnen begann, beschleunigte Jessica ihre Schritte. Sie genoss die Stille des Waldes und das Geräusch des tanzenden Bäume,- vom Wind hin und her getragen und vom Regen berührt - während der Sternenhimmel über ihr funkelte. Jessica Drave machte sich Sorgen und genau aus diesem Grund war sie wütend, denn ihr Leben war bisher vollkommen ohne Sorgen perfekt gewesen. Jess plante nicht oder zerbrach sich den Kopf. Sie lebte ganz einfach und tat das, wonach ihr der Sinn stand.

In Gedanken versunken - aus denen sie durch einen Schrei herausgerissen wurde, bildeten sich kleine Äderchen unter ihren Augen. Alleine die Tatsache das man ihr die Ruhe nahm und den letzten Nerv raubte, veranlasste sie dazu etwas schneller zu gehen und der Stimme zu folgen. Hinter einem Baum kam sie zum stehen, in den sie ihre Fingernägel presste und diese Kratzspuren auf der Rinde hinterließen. In einer für Menschen nicht sichtbaren Geschwindigkeit, nährte sie sich dem hilflos wirkenden Mann und ging schließlich neben ihm in die Knie. "Und dann wundern sich die Frauen wo all die heißen Kerle geblieben sind. Entweder sie sind Weicheier und werden dadurch unattrakiv, oder sind vergeben, schwul oder sie werden von mir gefunden und sind dem Tode nahe." Mit dem Finger strich die Schöne beinahe sanft über die Wange des Fremden und über seinen Hals. Er wurde gebissen. Eindeutig. "Na, na, na. Da war ein wirklich unsauberer Vampir am Werk. Wer hat denn da seine Arbeit nicht beendet?" Grinsend leckte sie sich das durch die Wunde an ihrem Finger haftende Blut, ab und beugte sich dann zu dem Fremden hinunter. "Viel zu schön um zu sterben." Sich ins Handgelenk gebissen, hielt sie dieses an seinen Mund, presste es ihm förmlich dagegen. "Trink. Das bringt dich wieder auf die Beine, mein Hübscher."


zuletzt bearbeitet 09.04.2013 23:19 | nach oben springen

#4

RE: Waldrand

in Wald 09.04.2013 23:40
von Alex Thatcher (gelöscht)
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Alexander's Gesicht lag auf dem weichen Moos. Ob nun nass oder nicht, das interessierte den Sterbenden weniger. Einzig und allein die frische Ruhe die einkehrte bescherte ihm Frieden. Eine stille Aufforderung sich prunkvoll - im Dreck versunken - von dieser Welt zu verabschieden. Wenn auch umkomplimentiert. Das Moos welches sich in seinem Atemkanal befand, wehte leicht hin und her, kam jedoch immer mehr zum erstillen. Dem Tode nahe, schloss Alexander fast genießerisch die Augen. Über das Vergangene wollte er sich gar keine Gedanken machen. Und das schaffte er auch nicht. Der Schock saß ihm noch immer zu tief im Mark. Alleine das Aufkreuzen einer ihm unbekannten Untoten sollte das Schicksal des Schönlings noch einmal in ihren manikürten Fingern halten und über es entscheiden. Zerquetschen oder durch einen einfachen Kuss erblühen lassen?

Flüsternde Worte rissen den Sterbenden aus seiner Lethargie. Die Augen öffnend musste er halb bewusstlos feststellen, dass er Besuch bekommen hatte. Menschlichen - mehr oder weniger. Die zarte Stimme, jedoch bestimmt durch eine harte Gleichgültigkeit, nuschelte einige Sätze. Fast unauffällig schielte er zu ihr hinauf und versuchte ein Gesicht auszumachen, welches die Fremde trug. Er wollte wissen wen er zu ehren hatte wenn er später im Himmel landen sollte. Nicht das er an so einen Schwachsinn glauben sollte. Doch wäre es möglich, er würde es tun. Durch den hohen Blutverlust und die lethargische Reaktion auf den Schock, bemerkte er nur schwach wie ihm sanft über die Wange gestrichen wurde und der forschende Finger schließlich hinunter zu seiner offenen Wunde spazierte. Alexander atmete immer unauffälliger, immer weniger, immer leiser. Alexander schloss seelenruhig die Augen ehe ihm ein Handgelenk an den Mund gehalten wurde. Das Blut benötigte nur wenige Sekunden um ihm den Rachen hinunter zu laufen. Schlagartig riss der Schönling die Augen auf und drehte sich auf den Rücken. Schwere Atemzüge folgten, die Augen erschrocken weit aufgerissen. "Was bist du?!" Die Blutmenge hatte nicht gereicht um ihn vollkommen zu heilen doch Alexander gab nicht auf und quälte sich rückwärts an einen Baum um wenigstens von selbst aufrecht sitzen zu können. "Was war das alles?! Wo bin ich?! Wer zur Hölle bist du?!" brüllend sah er die dunkle Silhouette an und versuchte sich durch vorsichtiges Reiben seiner Augen erneute Sicht zu schaffen. Sein ganzer Körper brannte und schrie nach Erlösung. Erlösung durch den Tod.

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#5

RE: Waldrand

in Wald 10.04.2013 00:00
von Jessica Drave | 44 Beiträge

http://www.youtube.com/watch?feature=endscreen&v=7UlNVs8qO1c&NR=1

Widerspenstig drückte sie ihr Handgelenk an die Lippen des Mannes, während sie die Augen schloss. Von einem Menschen zu trinken war bereits mehr als befriedigend, doch wenn dieser sich an ihrem Blut stärkte, war es noch viel erregender. Ein Knurren entwich ihrer Kehle und die Schöne leckte sich genießerisch über die Lippen. Jess hatte am heutigen Tag bereits so viele Menschen getötet, dass sie genügend Blut intus hätte um einen verletzen zu heilen, doch der Fremde unterbrach den Vorgang und wurde dadurch nur teilweise geheilt. "Oh bitte. Spielen wir jetzt diese Nummer? Wer bist du? Was bist du? Was wirst du mit mir anstellen? Mit Kerlen wie dir würde ich für gewöhnlich schlafen bis sie im Koma landen, aber nicht heute. Sogar mir ist die Lust auf Sex vergangen." Sich auf die Unterlippe gebissen, betrachtete sie den Fremden nachdenklich ehe sie den Kopf schief legte. Er kam ihr bekannt vor. Sie konnte sich Gesichter wie seines merken. "Warst du nicht heute im Grill? Ja! Warst du! Ich habe mit dem Gedanken gespielt dich umzubringen, aber am Ende wurde es dann doch der Geschäftsmann. Und der Officer. Und ein paar andere Kerle." Ein mieses Kichern entwich der Schönen als sie sich aufrichtete und dabei zusah, wie der Verletzte sich gegen den nächstbesten Baum lehnte. "Ich bin ein Vampir. Ja, es gibt Vampire und ja, ich bin für viele Tote in und um Mystic Falls verantwortlich." In Sekundenschnelle war Jess wieder bei ihm angekommen, wanderte mit den Händen seine Oberschenkel nach oben und kam dabei seinen Lippen ganz nahe. "Du hörst besser auf zu schreien und mich zu reizen. Ich bin hier um dir zu helfen, also dank` mir lieber." Anhand des Abtastens erfühlte sie sein Portemonnaie, welches sie aus der Tasche zog und öffnete.

"Alexander Samouel Jack Thatcher. Netter Name. Polizist? Jackpot würde ich sagen." Ein bisschen darin gewühlt, verstaute sie wieder alles an Ort und Stelle und warf es neben ihn. "Ich bin Jessica Cheyenne Drave, eigentlich Cunningham aber ich habe ihn ändern lassen. Es ist nur fair wenn du jetzt auch etwas über mich weißt. Ich wurde 1859 hier in Mystic Falls geboren und 1871 wurde ich getötet. Oh aber nicht irgendwie. Man hat mir Vampirblut gegeben, mich misshandelt und dann den Hals umgedreht. Kein besonders schöner Tod, aber ich habe gelebt damit klar zu kommen und soll ich dir etwas verraten? Ich ... liebe ... mein ... Leben. Was ist mit dir? Du bist Polizist, siehst gut aus, besitzt sicher auch Geld ... vögelst dich vermutlich durch Mystic Falls oder .. hast die große Liebe gefunden? Willst eine Familie gründen? Nun, damals hat man mir nicht die Wahl gelassen, aber da ich heute sehr großzügig bin ..." Sich das lange Haar aus dem Gesicht gestrichen, dass durch den Wind ziemlich durcheinander gebracht wurde, tastete sie im nächsten Moment nach Alex Hand und zog ihn auf die Beine. Fest presste sie ihn gegen den nächsten Baum und brachte ihn abermals dazu von ihrem Blut zu trinken, sodass seine Verletzungen geheilt waren. "Du hast die Wahl mein Hübscher. Ein Leben wie du es bisher geführt hast - ohne Macht, ohne Stärke und mit dem untersuchen von Leichen von denen du jetzt den Mörder kennst, oder ... ein unsterbliches Leben in dem du einfach Alles bekommst, was du dir jemals erträumt hast. Also? Die Zeit läuft ..."


zuletzt bearbeitet 10.04.2013 00:01 | nach oben springen

#6

RE: Waldrand

in Wald 10.04.2013 00:26
von Alex Thatcher (gelöscht)
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Alexander erlangte immer mehr das Bewusstsein und die eigene Selbstkontrolle. Mit einem dicken Kopf fuhr er sich mit der Hand über die blutigen Bissspuren am Hals die jedoch nach und nach zu heilen schienen. Er fühlte sich in einen schlechten Horrorfilm versetzt. Doch mit dem frischen Leben und der Energie kam auch seine Dreistigkeit wieder zurück die schon einige heute hatten spüren müssen. "Meine Fragen sind berechtigt.." verteidigte er sich trocken, eingeschüchtert durch das aggressive Auftreten seiner Retterin. Schluckend lauschte er ihren Worten während er noch immer versuchte die Orientierung wiederzufinden und sich in einem Moment - getränkt von der Unachtsamkeit der Brünette - davon stehlen könnte. Verwirrt sah er zu ihr hinauf. Sie kannte ihn? "Woher kennst du mich?" doch auf diese Frage bekam er auch schon schlagartig eine handfeste Erklärung. Bei dem Gedanken, dass sich ein Massaker abgespielt hatte nachdem er Hals über Kopf Selina gefolgt war, drehte sich ihm der Magen um. Alexander kam mit der Tatsache nicht klar, dass diese zarte Brünette anscheinend für all die Morde verantwortlich zu sein scheint, die er in den letzten Monaten untersucht hatte. Konnte das denn überhaupt sein? Er musste ihr Glauben schenken. Wieso sollte sie ihn anlügen? Nach ihrer Geschichte zu urteilen hätte sie keinen Grund dazu gehabt.

Mit nackter Angst blickte Alexander zu der Untoten hinauf als sie begann ihm die Wahrheit aufzudecken und von ihrer Geschichte Kund tat. Er zuckte leicht zusammen als sie urplötzlich auf seinem Schoss saß und über seine nasse verdreckte Jeans fuhr nur um darin seinen Geldbeutel zu finden. Alexander drehte ängstlich den Kopf zur Seite und atmete schwer. Er wollte sie nicht einmal mehr ansehen. Zu sehr saß ihm der Schock im Mark, zu sehr fürchtete er erneut diese Qualen durchleben zu müssen. "Danke.." murmelte er leise und sein Herz schlug wieder kräftiger und schneller. Panisch verkrampfte er sich im feuchten Waldboden und starrte noch immer an der Brünette vorbei in die Dunkelheit. Jackpot? Alexander verstand nicht, wollte jedoch auch nicht nachfragen. Seine Retterin schien alles genau durchgespielt zu haben. Sie nannte seinen Namen, durchsuchte seine Daten und warf sie schließlich allesamt zu Boden nur um sich ihm nun höchstpersönlich vorzustellen. Angsterfüllt lauschte er ihren Worten und wurde nur noch ungeduldiger. Die paar Zentimeter die die beiden voneinander trennten reichten dem Schönling nicht aus und die Dreistigkeit die Jessica besaß gefiel Alexander auch nicht. "Mein Leben geht dich nichts an, kleines Mädchen." er versuchte krampfhaft seine Angst durch gekonnte eintrainierte Sprüche zu unterdrücken doch seine Herzfrequenz und sein Muskelzittern verrieten genau das Gegenteil.

Schlagartig hatte die Brünette ihn auf die Beine gezogen. Das erste was er tat waren mehrere Meter Abstand zwischen ihn und sie zu bringen. Atemlos starrte er die dunkle Gestalt an und erhoffte sich einen kleinen Augenblick der Ruhe in dem er wohl möglich seine Flucht hätte planen können. "Nun danke fü-" geschächt wollte er sich von ihr verabschieden und wenigstens so einen Ausweg suchen, als er erneut gegen einen Baum gepresst wurde und ihm das Blut der Schönheit die Kehle hinunter lief. Anders als beim ersten Mal versuchte er sich nicht stark zu wehren. Das Blut schmeckte besser als er es erwartet hatte. Nur wenige Sekunden später hing er gierig an ihrem Handgelenk und versuchte so viel des kraftvollen 'Wassers' in sich aufzunehmen wie es nur ging. Die Worte der Schönheit ignorierend konzentrierte er sich nur noch auf seinen Rausch. Jessica brachte ihn erst davon ab als sie ihm gewaltsam den Arm aus dem Mund riss und Alexander auf die Knie zwang.

Blut überströhmt prustete Alexander laut los und sah gen Himmel. Bereits jetzt hatte er sich verändert. Es hatte in seinem Hirn klick gemacht. In ihm war etwas gestorben. Und etwas anderes erwacht. Volterraregel Nummer 3. Die Beute starb, der Feind wurde gestärkt. Alexander schloss genießerisch die Augen. "Mich interessieren deine Worte nicht. Gib mir mehr von dieser Köstlichkeit.."

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#7

RE: Waldrand

in Wald 10.04.2013 00:48
von Jessica Drave | 44 Beiträge



Alex hatte es eindeutig geschafft die Schöne abzulenken. Sie dachte nicht mehr an das, was ihr noch vor wenigen Stunden einige Sorgen bereitet hatte und gab sich ganz dieser neuen Macht und dem Polizisten hin, der mit seinem Leben spielte. Dexter war gebissen worden? Das hatte sie verdrängt, auch wenn der Schmerz wieder zurückkehren würde, sobald die Sache mit Alex zu langweilig wurde. Dieser erwachte allmählich zu neuem Leben und lief zur Höchstform auf. War er zu Beginn eher zurückhaltend gewesen, so ließ er es jetzt drauf ankommen und versuchte mit Sprüchen die Nerven der Vampirin zu strapazieren. Wenn er nur wüsste wie sie war und was er damit anrichtete. "Ich glaube du hast mir nicht ganz zugehört, du jämmerlicher Polizist. Ich bin eine Mörderin. Eine Untote. Und du nennst mich .. kleines Mädchen?" Schock und Wut zugleich standen der Hübschen ins Gesicht geschrieben. Auch wenn es äußerlich nicht so wirkte, so war sie doch Älter und scheinbar um einiges erwachsener als Alex es war. Zumindest hatte sie damals gewusst, wann sie besser den Mund gehalten hätte. "Hat dir deine Mami nicht beigebracht, dass man nett zu älteren Menschen .. in meinem Fall Wesen ist? Ansonsten könnte das wirklich böse Auswirkungen haben." Und diese würde er schon noch zu spüren bekommen. Vermutlich schon bald, wenn sie kein Interesse mehr daran hätte mit ihm zu spielen oder sich mit ihm abzugeben.

Schmunzelnd betrachtete sie den Menschen, wie er immer gieriger nach ihrem Blut zu werden schien und es gar nicht abwarten konnte, mehr davon zu bekommen. Es war wie eine Droge die ihn stärkte, doch Jess war nicht seine Blutbar oder sein Zeitvertreib. Wenn überhaupt, war er ihrer und wenn überhaupt, bestimmte sie die Regeln. "Und mich kümmert dein Leben nicht und dennoch tue ich so, als würde es das. Das Leben ist unfair." Seufzend gelangte sie wieder bei ihm an, umfasste mit der Hand seine Kehle und nahm ihm jegliche Möglichkeit zu atmen in dem sie ihm zeigte, wie leicht sie ihm jeden Knochen in seinem jämmerlichen Körper brechen könnte. "Unterschätze mich niemals und sei besser nett zu mir, Alex. Du kannst froh sein das ich dich am Leben lasse oder dir die Möglichkeit gebe ein Vampir zu werden. Dieses Geschenk bekommt nicht jeder von mir." Etwas bedrohliches blitzte in Jessicas Augen auf, ehe sie die Hand von seiner Kehle entfernte und mit dem Fingernagel eine Wunde oberhalb ihres Dekolteés verursachte. "Du willst trinken. Bitte. Bedien dich. Aber ... du musst damit rechnen, dass ich es mir von dir wieder zurückhole, mein Hübscher." Alex war eine perfekte Ablenkung und für Jess eine neue Erfahrung. Bekanntlich spielte sie zwar mit ihren Opfern, doch Alex war der erste das Glück besaß, diese Spielchen am Ende zu überleben. Wenn ihr danach dann noch der Sinn stand.


zuletzt bearbeitet 10.04.2013 00:54 | nach oben springen

#8

RE: Waldrand

in Wald 10.04.2013 01:19
von Alex Thatcher (gelöscht)
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Grinsend sah Alexander zu ihr hinauf. "Meine Mami ist seit meinem 2. Lebensjahr tot. Ich fick auf deine Züchtigungssprüche. Ich habe keine Angst vor dir." die Augen schließend verlor er sich erneut in dem intensiven Rausch. Alexander hatte keine andere Chance mehr. Er geriet in einen tödlichen Strudel. Mitreißend verlor er die Kontrolle. "Böse Auswirkungen? Es ist schon böse genug, dass ich dich sehen muss. Aber dein Blut. Dein Blut tut gut." schmunzelnd sah der Schönling zu ihr hinauf ehe er sich dazu zwingen konnte selbst wieder auf die Beine zu kommen und somit die kleine Brünette weitaus körperlich überragte. Seine Sinne wurden durch das fremde Blut geschärft und gestärkt. Er fing an dunkle Gestalten zwischen den lebenden Bäumen sehen zu können. Das Geflüster der Äste erforderte einen gewissen Grad der Selbstbeherrschung um nicht endgültig die Grenzen seines neuen Seins heraus zu fordern.

"Ich danke dir für deine Hilfe. Aber mehr dann wohl auch nicht." grinsend sah er zu ihr hinunter und deutete ihr ganz klar dass er rebellieren würde, wenn sie es denn darauf anlegte. Und das tat sie auch. Mit einer flinken Bewegung hatte Alexander eine Hand um den Hals geschlungen bekommen. Immer noch menschlich begann er weit die Augen aufzureißen und bestürzt zu ihr hinunter zu sehen. Ahnungslos wie schwach er doch noch war und armselig. Leicht nickend dankte er ihre Worte ab. Sobald sie ihn belehrt hatte und ihre Hand von seiner Kehle nahm sog er die kühle Nachtluft tief ein und musste mit enormer Trauer feststellen, dass der Rausch der Droge nicht lange anhielt. Es dürstete ihn nach mehr. Und so ließ er es sich auch nicht 2mal sagen als Jessica ihm erneut ihr eigenes Blut anbot. Es kam auch nicht darauf an von welcher Körperstelle er es ihr lecken sollte. Er wollte es. Mehr war nicht wichtig.

Schmunzelnd und mit aufblitzenden Augen besah sich Alexander die Wunde, welche sich die Brünette selbst zufügte. Seine raue Stimme erklang, gebändigt durch den Anblick der offenen Wunde. Die tiefen Mollklänge wurden von der aufbrausenden Lebendigkeit der Natur aufgesaugt doch Jessica sollte fähig genug sein, um ihn heraus zu hören und seinen Worten lauschen zu können. "Ein alter Philosoph sagte einmal: Wer Recht erkennen will, muss zuvor in richtiger Weise gezweifelt haben. Nun ich habe überlegt. Und ich will es." Mit animalischer Gier zog er Jessica zu sich heran und legte sie Lippen auf die offene Wunde nur um daran wie ein verdurstender zu saugen. Die Folgen, die Konsequenzen die die Untote zuvor bei ihrer Warnung erwähnte hatte Alexander vollkommen außer Acht gelassen. Die Gier die das Blut bei ihm auslöste übertrumpfte jegliche Gewissensbisse. Erneut gab Alexander sich dem Rausch hin. Dieses Mal noch intensiver, noch gieriger, noch hemmungsloser.

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#9

RE: Waldrand

in Wald 10.04.2013 01:37
von Jessica Drave | 44 Beiträge



Hatte Jessica den Menschen zu Beginn noch recht interessant gefunden, so verlor sie nun allmählich das Interesse an ihrem Spielzeug. Sie war wie ein kleines Kind das den neuerworbenen Gegenstand in eine Ecke warf um nach etwas neuem zu suchen. Ja, mit seiner vorlauten Klappe bewirkte er bei Jess keine Pluspunkte, vor allem wenn sie so nett war ihn vorzuwarnen. Sie hatte ihm nicht nur einmal die Chance gegeben, sich ihr anzupassen, am besten vor Angst zu zittern, aber er wollte nicht hören. Sie hatte die Belehrungen angefangen und würde sie auch weiterführen. Alex musste lernen nicht immer das zu bekommen was er wollte, nicht immer der Stärkere zu sein und vor allem musste er lernen, dass man Jessica nicht unterschätzen durfte. Nach dem Griff an seine Kehle, wurde er schon etwas zahmer, doch sein poetischer Spruch, ließ seine soeben teilweise erkämpften Pluspunkte, wieder herabsinken. Was war er? Ein Kerl oder eine Lusche? Nun bezweifelte Jess eindeutig ob jemand wie Alex es Wert war, verwandelt zu werden. Sie schloss die Augen und ließ ihn - wenn auch nur kurz - gewähren. Gierig hing er an der Wunde und saugte die rote Flüssigkeit heraus, ehe Jess ihn gegen den nächstbesten Baum presste und ihn eindringlich ansah. "Du willst das ich dich verwandle? Du willst zu dem werden was ich bin? Nun. Diesen Titel muss man sich verdienen und bis jetzt hast du mich eher vom Gegenteil überzeugt. Ich würde es bereuen wenn ich dich verwandeln würde. Überfordert mit den Gefühlen die du dann empfindest, würdest du dich wahrscheinlich heulend in eine Blumenwiese legen und ein Gedicht von Goethe aufsagen. Erbärmlich." Schnaubend blickte sie zu Alex hinauf. Er war großer, doch sein Charakter und sein Denken und Handeln ließen ihn schwach wirken.

"Ich danke dir für den unterhaltsamen Abend. Aber mehr dann wohl auch nicht ... eine weise Vampirin erkannte einmal, dass du es nicht Wert bist von mir verwandelt zu werden. Wer war das noch gleich. Ach ... ich selbst." Grinsend kehrte sie dem Schönling den Rücken. Würde er sie nicht anflehen ihn zu verwandeln, oder zumindest versuchen den Schaden den er bereits mit seinem dreisten und ungehobelten Verhalten ihr Gegenüber angerichtet hatte, wieder in Ordnung zu bringen, könnte er sich jemand anderen suchen der diese Sache für ihn erledigte. Oder auch nicht. Bei den Vampiren die durch Mystic Falls spazierten, wusste man nie wie es endete. Jemanden zu verwandeln musste bedacht werden. Manche taten es aus purem Egoismus. Vampire wie Jess, taten es, wenn es sich der Mensch verdient hatte. Sie handelte in diesem Punkt nie unüberlegt. Damals hatte sie die Unsterblichkeit als Fluch angesehen. Heute war sie in ihren Augen ein Geschenk. Ein Geschenk, dass Alex nicht verdient hatte. "Du und dein jämmerliches Leben werdet sicher noch viel Freude miteinander haben. Aber nun werde ich dich hier zurücklassen, damit du dich selbst bemitleiden kannst. Ich will ja nicht, dass du mich noch länger ansehen musst. Du findest sicher irgendein Flittchen, dass deinen Anforderungen gerecht wird. Die so naiv ist und sich auf dich einlässt, kleiner Junge."


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#10

RE: Waldrand

in Wald 10.04.2013 02:08
von Alex Thatcher (gelöscht)
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Beginn ab 0:18

Gierig hing er an ihrem Brustbein. Versuchte so viel so schnell wie möglich aufzunehmen. Doch dieses Glück schien ihm nicht lange vergönnt zu bleiben. Mit einem Ruck hatte Jessica ihn erneut gegen einen der in Dunkelheit getauchten Bäume gedrängt. Lächelnd und sich mit der roten Zunge über die noch roteren Lippen fahrend, sah er mit glühenden Augen zu ihr hinunter. Es lag Alexander nicht sich in einer solchen Situation selbst zu zügeln. Der Lust, dem Durst nach zu geben. Er wurde bereits gebrochen in dem Moment in dem sie ihm das Leben gerettet hatte und ihn von ihrem Blut hatte kosten lassen. "Also erstens Blumenwiesen sind geil. Hast du es schon einmal auf ihnen bei strahlendem Sonnenschein getrieben. Wunderbar wenn dir die Sonne aus dem Arsch scheint und das Mädchen ihren Höhepunkt erreicht." breit lächelnd fuhr er fort ohne den Blickkontakt zu Jessica zu verlieren. Aus ihm sprach die Droge. Nichts anders. Das Gefühl des Besser seins. "Und zweitens: Goethe ist ebenso toll. Erbärmlich ist es nur wenn man dieses Talent nicht wertschätzt." Provozierend legte er seine Hände an ihre Taille, sich selbst unbewusst dass er eindeutig zu weit ging. Der geschockte Alexander der noch vor wenigen Minuten um sein Leben gerannt war war verloren. Er existierte nicht mehr. Er hatte sein Liebeskleid abgelegt und das des Luders angezogen - knapp, provozierend, anhänglich.

Alexander konnte nur breit über ihre Wortspielchen grinsen. Als würde sie ihn damit einschüchtern. Der Schönling sah ihr jedoch verwirrt hinterher als sie ihn losließ und von ihm wegtrat. "Hey! Stopp!" eine Hand austreckend riss der Lüstling die Brünette am Arm herum und zwang sie zu ihm hinauf zu blicken. Er hatte ihre Allüren satt. "Du hast Recht. Ich habe mich nicht angemessen verhalten." es kostete ihn mittlerweile viel Kraft solche Worte an sie zu richten ohne dabei anzufangen zu lachen. "Ich bitte dich... nein ich flehe dich an." schluckend sank er vor ihr zu Boden, um ihr das Gefühl der Überlegenheit noch einmal offen in die Arme zu legen. "Bitte verleihe mir diese Fähigkeit. Ich will es. Ich will diese Macht. Diese Kraft. Ich brauche sie. Bitte." Lächelnd musterte er sie. "Nun bin ich ein kleiner Junge. Ein kleiner Junge der will dass du ihm das zum Geschenk machst was er so sehr begehrt, dass es ihn fasst auffriissst." seine Augen begannen animalisch zu glühen. Sein Schlusssatz zitterte vor Brutalität, Dunkelheit und Aggression. "Bitte.." Alexander wusste nicht wie eine solche Verwandlung von Statten ging. Und das interessierte ihn auch gar nicht. Alles was er wollte war dieses Gefühl was er gerade verspürte, ewig spüren zu können. Dieses Gefühl der Unbesiegbarkeit. Nichts anderes wollte er.

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#11

RE: Waldrand

in Wald 10.04.2013 11:16
von Jessica Drave | 44 Beiträge



Jessica hatte sich gerade zum Gegen gewandt, als Alex nach ihrem Arm griff und sie wieder zu sich herumdrehte. Jess wusste das sein Flehen und Betteln nicht ernst gemeint war. Sie war nicht dumm und er war ein ebenso guter Schauspieler wie sie selbst. Sie nahm es ihm nicht übel und die Tatsache, dass er sich wahrlich darum bemühte von ihr verwandelt zu werden, ließ sie über die Falschheit seiner Worte hinwegsehen und schmunzeln. "Ich will nicht wissen wo du es bereits getrieben hast. Ich habe nicht nach deiner Lebensgeschichte gefragt, aber danke für die Information. Ich rufe sie mir wieder ins Gedächtnis wenn ich angeekelt sein möchte." Natürlich war dies nur eine weitere Neckerei ihrerseits um zu sehen, ob er barsch reagierte oder sie erneut provozierte. Dieses 'Date' lief nach ihren Spielregeln und sie durfte ihn jederzeit beschimpfen. Versuchte er das auch bei ihr, schwand seine Chance von ihr verwandelt zu werden. "Du willst also ein Vampir werden ja?" Eine dämliche Frage, angesichts der Tatsache, dass er flehend und kniend vor ihr war. Genau nach Jessicas Geschmack. Er schien zu wissen, wie er sie rumbekam. "Gut, einverstanden. Komm mit. Ich muss dir zuvor noch etwas erklären." Dem Menschen auf die Beine geholfen, hakte sie sich bei ihm ein und spazierte mit ihm durch den Wald, den sie schon bald verließen. Sie waren außerhalb von Mystic Falls und kamen auf einer Brücke die über eine kleine Schlucht führte, zum stehen. "Wenn ich dich jetzt umbringe, stirbst du aber du kommst wieder. Du bist dann noch kein Vampir. Deine Sinne werden empfindlicher, du reagierst gereizt auf Licht und Geräusche und du verspürst einen Durst wie nie zuvor. Egal was du isst, es wird nicht besser. Du brauchst Blut um die Verwandlung abzuschließen, ansonsten gehst du drauf." In ihrer Hosentasche nach einer Visitenkarte gegriffen, steckte sie ihm diese in den Geldbeutel. "Ich bin für deine Verwandlung und nicht fürs Babysitten zuständig aber .. ich will Mal nicht so sein. Wenn du Hilfe brauchst und es nicht schaffst einen Menschen zu töten und sein Blut zu trinken, dann .. ruf mich an und ich bin bei dir."

Dem Menschen sanft über die Wange gestrichen, drängte sie ihn Richtung Brücke. "Man hat mir damals einfach den Hals umgedreht und mich so getötet. Ich will heute Mal kreativ sein ..." Also verpasste sie ihm lediglich einen groben Stoß von der Brücke, die ihm entweder das Genick brechen würde oder ihn nur mit ein paar Knochenbrüchen zurückließ, aber das war dann keinesfalls ihr Problem. "... ich weiß nicht ob es funktioniert. Bist du tot?" Rief sie in die Schlucht nach unten und zuckte schließlich mit den Schultern. "Nun ja. Man wird sehen. Bis dann, Alex!" Und schon war sie verschwunden.


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